Genesungsbegleitung

Trialog im Netz (TriN)

Onlineberatungsplattform im Projekt Trialog im Netz (TriN) an der Robert Kümmert Akademie in Würzburg (Mitte 2018 bis Mitte 2021 gefördert vom BMBF) www.trinetz.de


Die Projektidee Trialog im Netz (TriN) will den Prozess der Implementierung des neuen Berufsbildes „Genesungsbegleiter“ unterstützen, mittels eines zu entwickelnden digital gestützten Informations- und Unterstützungsangebots mit interaktiven Beratungsangeboten das deutschlandweit Unternehmen wie Arbeitnehmer/innen zur Verfügung steht.
Genesungsbegleiter/-innen sind Menschen, die schwere psychische Krisen überwunden haben und nach einer Qualifizierung für Unternehmen der psychiatrischen Versorgung als „Experten aus Erfahrung“ bei ihrer Arbeit unterstützen können.
Ziele sind u.a. die stärkere Verbreitung der Ausbildungsangebote, damit einhergehend eine höhere Zahl ausgebildeter Genesungsbegleiter, mehr Unternehmen, die Genesungsbegleiter anstellen sowie eine verbesserte Zuordnung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer/innen.
Das Institut für E-Beratung der TH Nürnberg Georg Simon Ohm verantwortet im Verbund schwerpunktmäßig die Koordination der technischen Entwicklung der digitalen Plattform, die Schulung der Onlineberatenden sowie die begleitende Evaluation.


Trialog in der Praxis (TriP)

Begleitforschung zum Projekt Trialog in der Praxis (TriP) an der Robert Kümmert Akademie in Würzburg (August 2016 bis Ende 2018 gefördert von der Aktion Mensch)


Im Projekt „TriP – Trialog in der Praxis“ geht es um die Implementierung von Peer-Beratung durch Betroffene und Angehörige in sozialpsychiatrischen Einrichtungen in Unterfranken. „Trialog“ bedeutet, dass Psychiatrie-Erfahrene als Experten durch Erfahrung, Professionelle als Experten durch Ausbildung und Angehörige voneinander lernen. Der Trialog-Gedanke und Peer-Beratung wird bereits in einer Vielzahl stationärer und ambulanter sozialpsychiatrischer Einrichtungen in Deutschland mit Erfolg erprobt. Psychiatrie-Erfahrene und Angehörige werden in einer einjährigen Ausbildung nach dem zertifizierten Konzept von Ex-In Deutschland e.V. auf ihre Tätigkeit als sogenannte Genesungsbegleiter vorbereitet. Prof. Dr. Christoph Walther führt in Zusammenarbeit mit dem Institut für E-Beratung die Begleitforschung zum Projekt TriP durch. Dabei sollen die förderlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Peer-Beratung in sozialpsychiatrischen Einrichtungen untersucht werden. Es wird der Frage nachgegangen, welche typischen Erwartungen und Schwierigkeiten bei der Integration von Peer-Beratung bestehen (z.B. Nutzen und Vorteile von Peer-Beratung bzw. strukturelle Probleme, Rollenkonflikte, Ängste und Bedenken) und wie die Einrichtungen mit den Herausforderungen konstruktiv umgehen können.


Ergebnisse

Projektauswertung Befragung der teilnehmenden Einrichtungen Ergebnisübersicht (2018)
Abstract: Jelena Hoghe; Christoph Walther; (2018) Förderliche Rahmenbedingungen für die Partizipation von Genesungsbegleiter_innen in der sozialpsychiatrischen Regelversorgung. Ergebnisse aus Erfahrungsberichten und empirischen Studien in Deutschland.


Studentische Arbeiten

Prof. Dr. Christoph Walther bietet in Zusammenarbeit mit dem Institut für E-Beratung interessierten Bachelor- oder Masterstudierenden der TH Nürnberg Unterstützung bei studentischen Arbeiten an.

  • Hindernisse bei der Implementierung von Genesungsbegleitern in sozialpsychiatrischen Einrichtungen. Julia Dinger (MA 2018)
  • Mit der eigenen Erfahrung arbeiten – Bedeutungsdimensionen des Konzeptes „Experienced Involvment“ für Genesungsbegleiter. Lisa Zydek (MA 2018)
  • Zweite Befragung im Kontext des TriP Projektes, Elisa Heuschmid (2018)
  • Implementierung von Peer-Beratung in sozialpsychiatrische Einrichtungen, Auswertung der Erfahrung im Kontext des TriP-Projektes. Nils Knodt (PTT 2017)
  • Förderliche Rahmenbedingungen der Integration von Peer-Beratung in sozialpsychiatrischen Einrichtungen. Eine systematische Übersichtsarbeit. Jelena Oljaca (BA 2016)
  • E-Mental-Health – Neue Wege in der Beratung bei Menschen mit psychischer Erkrankung, Sarah Hausfelder (DA 2010)