ELKI

E-Learning und Kinder von Inhaftierten. Ein Projekt von Prof. Dr. Christian Ghanem an der Fakultät Sozialwissenschaften. Das IEB unterstützt die Entwicklung eines geeigneten E-Learning Angebotes. 2025-2027 finanziert vom Bayerisches Staastministerium für Wissenschaft und Kunst.


Die Inhaftierung eines Elternteils ist für Kinder zumeist eine einschneidende Erfahrung, die potenziell den Entwicklungsprozess negativ beeinflusst und die sozialen Teilhabechancen limitiert. Schätzungen gehen von bis zu 100.000 Kindern Inhaftierter bundesweit jährlich aus, von denen viele minderjährig sind.
Trotzdem wurden die Lebenslagen solcher Kinder bisher unzureichend erforscht und Daten werden nicht systematisch erhoben. Auch wenn in den letzten Jahren vielversprechende Praxisprojekte entwickelt wurden, erreicht das Thema nur wenig wissenschaftliches, öffentliches und politisches Interesse. Unverschuldet Mitbetroffene sind somit Stand jetzt eine kaum wahrgenommene Bedarfsgruppe.
Das geplante Vorhaben setzt an dieser Stelle an und möchte dabei helfen, die Wissenslücke in Hinblick auf die Folgen der Inhaftierung eines Elternteils für die Kinder sichtbar zu machen und die spezifischen Hilfebedarfe zu identifizieren. Dabei möchte das Projekt auf empirischer Grundlage ein E-Learning-Angebot für (sozial)pädagogische Fachkräfte in öffentlichen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen gestalten, um sie für die Lebenslagen betroffener Kinder zu sensibilisieren und auf einen angemessenen Umgang mit ihnen vorzubereiten.
Die innovative Idee der Forschung besteht darin, einen Prozess des Wissenstransfers zu initiieren, in dem das durch die Forschung gewonnene Wissen für die Praxis übersetzt und schrittweise in ein E-Learning-Tool für pädagogische Fachkräfte transformiert wird.
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