Vielfach wird aktuell darüber diskutiert, wie KI die Hochschullehre verändert und weiter verändern wird. Welche neuen Möglichkeiten tragen dazu bei, Lern- und Lehrprozesse effizienter und individueller zu gestalten? Praxisnahe, KI-basierte Methoden zeigt der für Juni 2026 vorangekündigte Sammelband „Künstliche Intelligenz in der Hochschullehre – ein Methodenbuch“ von Germo Zimmermann (Hg.) und Florian Karcher (Hg.) auf. Mit einem Beitrag zu KI im Beratungslernen ist das Institut für E-Beratung (IEB) dabei.
Autor*innen: Aleksandra Poltermann, Carina Mothes, Robert Lehmann Titel: „Beratungslernen mit KI-gestützter Simulation virtueller Klient:innen“ Nähere Informationen gibt es hier: https://www.utb.de/doi/book/10.36198/9783838566399
Die innovative Lernplattform eb-KIT, eines der bislang drei E-Beratungsprodukte des IEB, setzt ebenfalls beim Erlernen von Beratung an.
KI als Assistenz in der digitalen Beratung erleichtert Arbeitsprozesse und unterstützt die fachliche Reflexion systematisch, wirft aber auch Fragen auf. Mit jeder Entwicklung und dem Einsatz von KI in der psychosozialen Beratung sind ethische sowie fachliche Fragen untrennbar verbunden und bedürfen der multiperspektivischen Klärung. Die Projekte und Aktivitäten des Instituts für E-Beratung, IEB, beinhalten stets die Diskussion dieser Themen zwischen dem technisch Machbaren, dem fachlichen Bedarf, den ethischen Grundlagen und den rechtlichen Rahmenbedingungen.
Aus dem Projekt KIA zur Entwicklung eines KI Assistenzsystems sind aktuell zwei Veröffentlichungen entstanden, die Antworten auf fachliche und ethische Fragen geben:
Burghardt, Jennifer; Stieler Mara; Steigerwald, Philipp; Albrecht, Jens; Lehmann, Robert (2026): Leitfaden zur Entwicklung und Einsatz eines KI-Assistenzsystems für die digitale, psychosoziale Beratung. Technische Hochschule Georg Simon Ohm. https://doi.org/10.34646/thn/ohmdok-4742
Stieler Mara; Burghardt, Jennifer; Steigerwald, Philipp; Albrecht, Jens; Lehmann, Robert (2026): Ethik-Manual. Ethische Leitlinien für den gemeinwohlorientierten Einsatz von KI in der psychosozialen Beratung. Technische Hochschule Georg Simon Ohm. https://doi.org/10.34646/thn/ohmdok-4745
Nach Abschluss des Projekts KIA steht seit Januar 2026 das Assistenzsystem eb.IBA zur Verfügung. Als E-Beratungsprodukt des IEB ist eb.IBA voll in die E-Beratungssoftware ebs integrierbar.
Das Projekt KIA wurde in Kooperation mit der bke-Onlineberatung durchgeführt und von 2023 bis 2025 vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
Barrierefreiheit im digitalen Raum für eine möglichst breite und diverse Personengruppe neu denken – das war das anspruchsvolle Ziel des Projektes „Digital Barrierefrei Kommunizieren“. Entwickelt wurde ein prototypisches System namens „DiBaKo“, das KI-basierte Assistenzfunktionen für Videokonferenzen bündelt. Damit wurde digitale Kommunikation für Menschen mit unterschiedlichen, auch reziproken Behinderungen zugänglicher gemacht und in ihrer Eignung für reale Nutzungssituationen geprüft. Zentraler Bestandteil des Projekts war der Austausch mit Betroffenengruppen und der Aufbau eines Praxisnetzwerks. Das Projekt DiBaKo wurde mit einer Laufzeit von Oktober 2024 bis März 2026 vom BMFTR im Rahmen der Förderlinie DATIpilot gefördert und in Kooperation der Fachdisziplinen Informatik und Sozialwissenschaften unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Korbinian Riedhammer (TH Nürnberg, KI-Zentrum) und Prof. Dr. phil. Robert Lehmann (TH Nürnberg, Institut für E-Beratung) durchgeführt.
Eine KI-gestützte Assistenz für digitale, psychosoziale Beratung trägt dazu bei, Komplexität zu reduzieren, ohne fachliche Tiefe einzubüßen, und eröffnet zugleich neue Impulse für die Beratungsarbeit. Durch methodische Anregungen, Strukturierungshilfen und Analysen wird der Reflexionsprozess in der Onlineberatung, speziell der Mailberatung unterstützt. All das bietet nach Abschluss des Projekts KIA ab sofort eb.IBA. Das E-Beratungsprodukt eb.IBA ist voll in die E-Beratungssoftware ebs integrierbar. Das Projekt KIA wurde in Kooperation mit der bke-Onlineberatung durchgeführt und von 2023 bis 2025 vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
„Was müssen wir im Umgang mit KI künftig eigentlich können und wissen?“ Diese zentrale Frage stellte der Fachtag BBW.Digital 2026 in den Mittelpunkt. Genau hier setzte der Impulsvortrag von Prof. Dr. Robert Lehmann zum KI-Kompetenzerwerb an: Wer mit KI arbeitet, muss heute weit mehr können, als Tools nur sicher zu bedienen. Das Schlagwort „AI Literacy“ umfasst unterschiedliche fachliche und ethische Kompetenzen – aber auch die Fähigkeit Systeme auszuprobieren, ihre Ergebnisse zu prüfen und den Output kritisch zu hinterfragen.
Das IEB ist mit diesen Themen Teil der Diskussion: Wie KI Lernen unterstützen kann, wie sie Beratungspraxis verändert, wie Assistenzsysteme sinnvoll gestaltet werden können und wie Barrierefreiheit dabei nicht als Zusatzthema, sondern als zentraler Gestaltungsauftrag verstanden werden muss.
Die Veranstaltung wurde von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke e.V., BAG BBW, im OIC der Ohm organisiert. Der Einladung an alle BBWs in Deutschland folgten über 100 Fachkräfte. Weitere Informationen:
„Barrierefreie Kommunikation in Videokonferenzen“ ist der Titel einer der Sessions, die von Kolleg*innen aus dem IEB im Rahmen der Fachtagung BBW.digital angeboten werden. Weitere Sessions befassen sich mit „KI-gestützten Chatbots in der psychosozialen Onlineberatungsausbildung“ und dem E-Beratungsprodukt eb.KIT. Prof. Dr. Robert Lehmann, der fachliche Leiter des IEB, ist mit einem Impulsvortrag zum KI-Kompetenzerwerb dabei. Weitere Themenfelder sind Ethik & Moral, Technische Grundlagen und Funktionsweise sowie aktuelle Forschung, Prototypen und Generative KI.
Wie kommen die „Ratschläge von Robotern“ an? Von seinem interessanten Gespräch mit Furhat, dem geduldig und wertschätzend zugewandten Roboterkopf, erzählt Stefan, ein Straßenkreuzer Verkäufer. Nachzulesen ist der Beitrag in der Ausgabe 01/2026 des Nürnberger Sozialmagazins. Schwerpunktthema ist die KI-Forschung des IEB und der Ohm. „Kann KI sozial?“ ist dabei die zentrale, titelgebende Frage. Sicher ist: „Die KI wird mich nicht vermissen“, wie Prof. Domes im lesenswerten Austausch mit unserer Kollegin Jennifer Burghardt feststellt. Weitere Informationen zum Straßenkreuzer und zu seiner aktuellen Ausgabe: https://www.strassenkreuzer.info/magazin
Aktuell hält das Institut für E-Beratung (IEB) drei Produkte vor, die in Kooperation mit Praxispartnern für den Einsatz in der Onlineberatung und der Ausbildung entwickelt wurden. Gut etabliert und bekannt ist die E-Beratungssoftware ebs, eine barrierefreie Plattform zur Inbetriebnahme und Konfiguration vollständiger und datensicherer Online-Beratungsstellen mit Mail, Chat, Foren oder Video. Als Add-on vollständig in die ebs integrierbar ist die intelligente Beratungsassistenz eb.IBA, die speziell für die Mailberatung entwickelt wurde. Fachkräfte erhalten zusätzliche Unterstützung durch automatische Analysen, strukturierende Übersichten und methodische Impulse. Für die Ausbildung zur Onlineberatung konzipiert ist das E-Beratung KI-Training eb.KIT, eine innovative Lernplattform, die es Lernenden ermöglicht im geschützten Rahmen mit digitalen Beratungsgesprächen zu experimentieren. Weitere E-Beratungsprodukte sind in Vorbereitung.
Ein Highlight im letzten Halbjahr war das Fachforum Onlineberatung. Gut besucht in beiden Formaten, präsent und digital, haben die fachlichen Diskussionen und Begegnungen die Teilnehmenden und das IEB-Team sehr bereichert. Im Weihnachts-Rundschreiben des IEB blicken wir zurück auf die schönen Momente, aber auch auf Herausforderungen im Jahr 2025.
Zweimal jährlich informieren wir im Rundschreiben über die Entwicklungen am IEB, über unser Weiterbildungsangebot, aktuelle Themen im Feld der Onlineberatung und Projekte aus Wissenschaft und Forschung. Bei Interesse abonnieren Sie das Rundschreiben hier.
Zum Jahreswechsel macht das Institut für E-Beratung (IEB) eine Pause und bleibt, wie auch die gesamte Ohm, vom 24. Dezember 2025 bis einschließlich zum 6. Januar 2026 geschlossen. Für die Kunden der ebs halten wir einen Notdienst vor.
Wir wünschen Ihnen wunderschöne Weihnachten, erholsame Wintertage und einen feierlichen Ausklang des Jahres 2025! Möge das Jahr 2026 gut beginnen und viele erfreuliche Überraschungen mit sich bringen! Wir freuen uns auf interessante Begegnungen im neuen Jahr und einen konstruktiven Austausch mit Ihnen zu den aktuellen Themen der Onlineberatung! Das IEB-Team