OSpA Stand November 2019

Abschlußbericht

Der Abschlussbericht zum Projekt „Online-Support für pflegende Angehörige in Bayern“ (OSpA) ist mittlerweile zur Veröffentlichung freigegeben. Unter dem nachfolgenden Link ist nachlesbar, was in den zweiein-halb Projektjahren geschaffen wurde und welche Ergebnisse erzielt wurden: Abschlussbericht.pdf.
Gerne können Sie dort z. B. nachlesen, welche Zielgruppen das Portal „Online-Support für pflegende Angehörige“ vorrangig erreicht und inwiefern eine frühere Inanspruchnahme von Hilfen erzielt wer-den kann. Folgende Erkenntnisse lassen sich daraus ziehen:
– Mit einem Online-Support für pflegende Angehörige werden insbesondere jüngere Zielgruppen pflegender Angehöriger angesprochen.
– Entferntere Verwandte suchen häufiger online Rat, während die Partner/-innen der Be-troffenen sich häufiger an die Präsenzberatungsstellen wenden.
– Ein Online-Support für pflegende Angehörige erreicht Angehörige früher in der Pflegephase als eine Präsenzberatung.
– Für 84 % aus der Gruppe der Onlinebefragten, die den Online-Support nutzten, war das Beratungsportal die erste Anlaufstelle.

aktueller Stand des Beratungsforums

Aktuell betreut das Institut für E-Beratung in einer „Notgemeinschaft“ mit einer Ehrenamtlichen und zwei erfahrenen Fachberaterinnen aus Nürnberg das Portal übergangsweise. Herzlichen Dank dafür an dieser Stelle! An den aktuellen Zahlen kann man erkennen, dass dies nach wie vor ein Angebot an die pflegenden Angehörigen darstellt. In diesem Jahr, das erste Jahr ohne Werbeaktivitäten, gab es monatlich etwa 250 Mitlesende im Beratungsforum.

Zukunft des Beratungsforums

Nach Gesprächen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege und der neu gegründeten Fachstelle für Demenz und Pflege in Bayern (bislang: Demenzagentur) steht fest, dass ein Online-Support für pflegende Angehörige bei der Fachstelle für Demenz und Pflege in Bayern eingerichtet werden wird und die Fachstelle den Online-Support für Pflegende in ihr Aufgabengebiet aufnimmt und sich in Zukunft um das Beratungsangebot kümmert.
Die TH Nürnberg verfolgt das Thema Demenz ebenfalls und hat einen umfangreichen Förderantrag beim Bundesministerium für Bildung und Forschung gestellt, der eine verbesserte Zugänglichkeit zu Beratungsangeboten zum Inhalt hat. Die Erfahrungen aus dem Projekt OSpA haben u. a. gezeigt, dass es Verbesserungs-, Forschungs- und auch Innovationsbedarfe gibt. Die hohe Zahl der Mitlesenden im Vergleich zu der geringen Zahl aktiv Schreibender zeigt deutlich: Es existiert auch online eine hohe Hürde, sich aktiv um Beratung zu bemühen. Von der Präsenzberatung weiß man bereits länger, dass sie nur von einem sehr geringen Anteil in Anspruch genommen wird (16% regelmäßig, 37% ab und an, Schneekloth 2006). Hierfür weitere Hemmschwellen zu senken und Beratungsangebote früher zu den Betroffenen zu bringen, ist das Ziel dieses neu beantragten Projekts.

Zukunft Rundbrief

Wenn Sie am Fortgang des Themenbereiches Angehörige und Demenz an der TH Nürnberg interessiert sind, bieten wir Ihnen gerne weitere Rundbriefe in losen Abständen an, für den Fall, dass das Thema am Institut für E-Beratung weiter aktiv bleibt.

Wenn Sie das Rundschreiben nicht mehr bekommen möchten, können Sie sich jederzeit abmelden per E-Mail an info@e-beratungsinstitut.de.