OSpA Stand März 2017

Peerberatung

Die Projektidee stützt sich stark auf den Gedanken der Beratung durch (ehemals) Betroffene. Es entstand ein Anforderungsprofil zur Ansprache und Information interessierter Ehrenamtlicher. In den beteiligten Fachberatungsstellen laufen gerade Abstimmungen mit interessierten Peerberaterinnen. Mit dem 31.03.17 beginnt eine Einführung in die fachlichen und technischen Grundlagen der virtuellen Beratung pflegender Angehöriger. Es schließt sich eine sechswöchige virtuelle Übungsphase an, in der neben der Wissensvertiefung über Rollenspiele mit Fallbeispielen aus der Beratungspraxis geübt wird. Am 19.05.2017 wir die Schulung in Nürnberg abgeschlossen. Die Schulungsteilnehmer/innen werden so zu einer tragenden Säule der ersten Projektphase. Wir sind sehr froh, dass wir so engagierte Ehrenamtliche gewinnen konnten.

Technik

Die Entwicklung der Beratungsplattform wird nach dem in der ISO 9241-210 beschriebenen menschzentrierten Gestaltungsprozess ausgeführt. In Workshops mit einem Usability Engineer wurden Nutzerkontexte ermittelt und beschrieben und Nutzeranforderungen festgelegt. Aktuell werden Gestaltungslösungen erarbeitet, die in einer späteren Projektphase evaluiert und gegebenenfalls zur Optimierung genutzt werden. Der Kern der Beratungssoftware wird in einem Beratungsforum liegen mit unterschiedlichen Rollenanforderungen für die beteiligten Berater/innen.

Fachberatungsstellen

Die Expertinnen aus der Angehörigenberatung e. V., dem Pflegestützpunkt Nürnberg sowie den Fachberatungsstellen für pflegende Angehörige des Caritasverbandes für Stadt und Land Hof e.V., der Diakonie Selb-Wunsiedel und der Diakonie Hochfranken befinden sich gerade in unterschiedlichen Weiterbildungen zur Onlineberatung. Daneben fanden diverse Konzeptionstreffen statt – immer mit dem Fokus des strukturellen Aufbaus der Beratungsplattform. Viele Detailfragen waren von Interesse. In der nächsten Phase wird die Arbeitsorganisation im Vordergrund stehen, wer berät wann, wie funktionieren die Übergänge zwischen Peers und Expertinnen, die regionale Verteilung zwischen Stadt und Land und vieles mehr.

Studentische Arbeiten

Zwei Studierende der TH Nürnberg werden ab Frühjahr studentische Arbeiten im Projektkontext beginnen. Zum einen geht es dabei um die Gestaltung eines hilfreichen Wissensmanagements als Begleitung des Beratungsforums. Die zweite Arbeit wird sich um die Entlastungsangebote bemühen: Welche Arten von Belastungen und Entlastung im Projektzusammenhang es gibt es? Was wird als Entlastung angeboten und wahrgenommen?, etc.
Die Projektentwicklung verläuft zeitgerecht und nähert sich in vielen Details einer Konkretisierung. Wenn im Mai die Beratungsplattform sichtbar sein wird, haben im Hintergrund viele helfende Hände daran mitgewirkt.