Abschlussarbeiten Themen

Als Studierende der TH Nürnberg haben Sie die Möglichkeit in Kooperation mit dem Institut für E-Beratung eine praxisorientierte Abschlussarbeit (Bachelor, Master) zu verfassen. Im Anschluß finden Sie Themenvorschläge, vergebene Themen sowie Tipps für Ihre ersten Schritte.

Mögliche Themen

1. Evaluation von Beratungsforen
Das Institut für E-Beratung beteiligt sich immer wieder am Aufbau unterschiedlicher Onlineberatungsangebote und ist an der begleitenden Evaluation interessiert, die zentralen Fragen zu Wirkung, Reichweite und Erfolg nachgeht. In Frage kommen hier bei ab Mai 2017 der > Onlinesupport für pflegende Angehörige, das seit Oktober 2015 bestehende > Outgoingportals der TH Nürnberg oder das 2011 gegründete > Studienberatungsportal der TH Nürnberg. Zudem besteht eine Fachkooperation mit der > bke-Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. (> bke).
Beispiele: Evaluation der Beratungsthemen in Häufigkeit und Abruf. Evaluation der quantitativen (Serverstatistik) und qualitativen (Inhalte/Texte) Daten. Beschreibung von Beteiligungsmustern. Nutzererwartungen, Zufriedenheit und Wirkungsfragen. Zuordnung der Daten zu in der Wissenschaftsliteratur beschriebenen Erkenntnissen.Aktuell laufend ein Mastermentorat „Zugänge zur Onlineberatung der bke-Onlineberatung und Nutzerverhalten“. (Prof.Limmer)
2. Onlineberatung für (psychisch) behinderte Menschen
Seit 2016 gibt es die Fachgruppe > InkluDi anlässlich einer studentischen Arbeit zum Thema „Deskription der vorhandenen beruflichen Angebote für Menschen mit Behinderung in Nürnberg mit dem Fokus auf Innovation“. Der Name der Fachgruppe bildet sich aus der Inklusion und Digitalisierung im Arbeitsfeld Rehabilitation an der TH Nürnberg, Fakultät Sozialwissenschaften: kurz InkluDi. Initiatoren der Fachgruppe sind Prof. Dr. Ruth Limmer, Fakultät Sozialwissenschaften und Dipl. Sozpäd. Sigrid Zauter, Institut für E-Beratung. Ziel der Fachgruppe ist die regionale Vernetzung zur Beförderung neuer, innovativer Arbeitsansätze.Eine mögliche Fragestellung ist, inwiefern Onlineberatung für psychisch gehandicappte Menschen den übergang in Arbeit befördern kann.

Neben den allgemeinen sozialen Online-Beratungsangeboten, die häufig sehr breit zur allgemeinen Lebensberatung aufgestellt sind, spezialisieren sich manche Onlineberatungsangebote auf sehr spezielle Zielgruppen oder Fragestellungen. Begleitend zu unseren Projektaktivitäten sind wir an vertiefender Untersuchung zu Angeboten zu speziellen Fragestellungen interessiert. Nach festgelegten Kriterien werden Angebote im Internet, über Konzeption, Jahresberichte o.ä. untersucht. Gegebenenfalls können Leitfaden gestützte Interviews die Erkenntnisse vertiefen. Im wissenschaftlichen Vergleich mit anderen Fachangeboten und wissenschaftlicher Literatur zum Fachgebiet werden Stand und Potentiale der Onlineberatung im Fachgebiet beschrieben. (Prof. Limmer)

3. Onlinesupport für pflegende Angehörige
Im > Projekt „Online-Support für pflegende Angehörige“ in Bayern – kurz OSpA, entsteht im Mai 2017 ein Onlineberatungsportal für pflegende Angehörige beispielhaft in städtischen und ländlichen Regionen Nordbayerns. Damit wird das bisher überwiegend an Präsenz gebundene Beratungs- und Unterstützungsangebot der Fachberatungsstellen um eine internetgestützte Variante erweitert, die die Inanspruchnahme so niedrigschwellig wie möglich gestaltet.Literaturanalyse zu Fragestellungen in der Beratung pflegender Angehöriger (Prof Reindl)
Ihre Aufgabe besteht in der Recherche, Gruppierung und Strukturierung vorhandener wissenschaftlicher Arbeiten und statistischer Grundlagen im Bereich Beratung pflegender Angehöriger in der häuslichen Pflege insbesondere bei Demenzerkrankungen.

Pflegende Angehörige, welche Fragen beschäftigen Pflegende Angehörige? (Prof. Langen)(reserviert)
Aus der täglichen Beratungspraxis in den Fachstellen für pflegende Angehörige weiß man, welchen Fragen pflegende Angehörige in der Regel beschäftigen. Bestimmte Themenstellungen sind wiederkehrend wichtig in der Beratung. Sie gehen in Ihrer Arbeit der Frage nach, welche Fragen und Themenblöcke in der Beratungspraxis relevant benannt werden, welche sich in der untersuchenden Literatur wiederfinden und wie sich das im neu geschaffenen Beratungsportal wiederspiegelt.

Pflegende Angehörige, welche Beratungsverläufe finden sich im Beratungsforum? (Prof. Langen)
Die Evaluation der Anfragen und Antworten aus unterschiedlicher Quelle im Beratungsforum OSpA sind Gegenstand Ihrer Arbeit. Sie untersuchen anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse und/oder einer quantitativen Auswertung der anonymen Serverdaten typische Beratungsverläufe und vergleichen diese mit den Erkenntnissen aus der Fachliteratur.

Pflegende Angehörige, welches Wissen wird benötigt, wie ist es verfügbar? (Prof. Reindl) (reserviert)
Aus der täglichen Beratungspraxis in den Fachstellen für pflegende Angehörige weiß man, dass bestimmte Fragen immer wieder gestellt werden. Sie gehen in Ihrer Arbeit der Frage nach, welche Standardanfragen typisch sind für das Beratungsangebot und entwickeln anhand verfügbarer Frequently Ask Questions (FAQ) Listen, Faltblätter und Handbücher einen Vorschlag für eine solide Informationsbasis, die den Ratsuchenden bayernweit, virtuell zur Verfügung gestellt werden kann.

4. Onlineberatung - ein Berufsfeld im Umfeld digitalisierter Arbeitswelt, Chancen und Risiken
Virtuelle Sozialräume
Psychosoziale Beratung besitzt einen erhöhten personalen Belastungsfaktor durch die Beschäftigung mit schwierigsten sozialen Problemlagen, Krisensituationen, gepaart mit wenigen unmittelbaren Erfolgserlebnissen. Die traditionelle Beratungsstelle mit Öffnungszeiten, Beratungszimmern, Teeküche und Gemeinschaftsraum etc. begegnet dieser Belastung u.a. durch kollegiale und informelle Austauschplätze oder durch gezielte Steuerung von Arbeits- und Freizeiten. Für die Beratung im virtuellen Raum addieren sich spezifische „Digitale“-Belastungsfaktoren wie ständige Erreichbarkeit etc. Virtuelle Sozialräume sollen zur Entlastung der Fachkräfte in der Onlineberatung beizutragen.
Fragen: Welche Form virtueller Sozialräume haben sich bisher entwickelt. Was sind Erfolgsfaktoren in Sozialräumen und virtuellen Sozialräumen. Werden die entwickelten Modelle den Entlastungszielen gerecht? Welche möglichen Weiterentwicklungen ergeben sich?Vernetzte Arbeitsplatzmodelle
Viele Arbeitnehmer/innen (62%) wünschen sich ein Arbeiten von zuhause. Homeoffice trägt dazu bei, dass traditionelle betriebliche Strukturen weniger bindend werden. Zudem wächst die Zahl der Selbstständigen. Es enstehen eine Art Patchwork-Arbeitsplätze, die Arbeitswoche setzt sich aus mehreren Auftraggebern zusammen, deren Akquisition, Pflege und Administration Zeitbudgets erfordert und im Zweifelsfall damit die Wochenarbeitszeit erhöht. Fragen der Alterssicherung, der geregelten Arbeitszeit etc. müssen individuell gelöst werden.
Fragen: Was sind die Folgen für die psychosozialen Berufsgruppen in der Onlineberatung? Wo liegen die Chancen und wo die Gefahren? Welche Erfahrungen aus anderen Berufsfeldern liegen vor und wie können diese Erfahrungen positiv in die psychosoziale Berufswelt der Onlineberatung übertragen werden.

Netzwerkorientierte Gestaltung von Organisationsformen
Onlineberatung eröffnet die Chance der intensiven Zusammenarbeit von Spezialisten. Ratsuchenden kann in der Onlineberatung ein orts- und zeitunabhängiger Übergang in ein anderes Fachgebiet ermöglichen. Doch für die Berater/innen beinhaltet eine Übergabe, Übernahme oder Kooperation häufig ungelöste Konflikte zu Datenschutz, Haftungsfragen, Beschwerdemanagementstrukturen etc. Unsere These ist, dass der Bedarf an innovativen Organisationsformen und Kooperationsvarianten im Bereich der Onlineberatung erheblich ist.
Fragen: Welche Ansätze neuer Organisationsformen haben sich in der Pionierphase der Onlineberatung entwickelt? Welche Modelle und Erfahrungen sind aus anderen Berufsbranchen beschrieben? Wie kann man diese Erfahrungen in das psychosoziale Berufsfeld der Onlineberatung übertragen?

5. TriP – Trialog in der Praxis, ExIn
Im > Praxisprojekt TriP – Trialog in der Praxis, ein Projekt (2016-2018) zur Implementierung von Peer-Beratung durch Betroffene und Angehörige in sozialpsychiatrischen Einrichtungen in Unterfranken, führt die TH Nürnberg eine Begleitforschung durch. Mit einem ausdifferenzierten teilstandardisierten Fragebogen werden bei über 15 beteiligten Einrichtungen Erwartungen und Schwierigkeiten während der Implementierung der Peer-Beratung erfragt.
Von Interesse wären zwei weitere Befragungen, die sich daran anschließen könnten:
1. Den Betroffenen, die Peer-Beratung durchführen, sogenannte Genesungsbegleiter/innen, ähnliche Fragen zu stellen, um in einem Vergleich beider Befragungen, typischen Mehrwert und typische Stolpersteine sichtbarer zu machen und damit zum Gelingen des Projektes beizutragen.
2. Einrichtungen, die sich gegen eine Mitarbeit von Genesungsbegleitern/innen in ihrer Einrichtung entschieden haben, nach ihrer Motivation zu dieser Entscheidung zu befragen.Prof. Dr. Christoph Walther bietet in Zusammenarbeit mit dem Institut für E-Beratung interessierten Bachelor- oder Masterstudierenden Unterstützung bei der Ausarbeitung, Durchführung und Auswertung der Betroffenen- bzw. Einrichtungsbefragung im Rahmen einer Abschlussarbeit an.

> Vergebene Themen

Erste Schritte

Wenn Sie einen persönlichen Zugang zur Onlineberatung haben – Sie haben Onlineberatungspraxis, die Onlineberatungsausbildung oder Sie brennen für die Etablierung von Onlineberatung in einem spezifischen Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit (z.B. Psychische Erkrankungen, pflegende Angehörige, Gesundheit, Migration, Flucht), machen Sie sich gerne Gedanken, ob eine Arbeit in diesem Bereich für Sie lohnend sein könnte. Wir erwarten von Ihnen:
– Einen fundierten Themenvorschlag, basierend auf einer Idee und einer persönlichen Motivation zum Thema Onlineberatung
– Ggf. Eine Anmeldung des Themas bei Ihrer Professorin, Ihrem Professor.
– Eine Gliederung
– Eine Literaturliste
Im Gegenzug erhalten Sie von uns:
– Unterstützung bei der Eingrenzung Ihrer Idee
– Unterstützung bei der Erschließung Ihrer Informationsquellen
– Rückmeldung über einen Erstentwurf
– ggf. Unterstützung bei der Publikation gelungener Ergebnisse